IGS Kreyenbrück wurde als „sozialgenial“ ausgezeichnet

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Seit Januar 2017 wird in Zusammenarbeit mit der Technischen Bildung der Universität Oldenburg und der IGS Kreyenbrück ein besonderes Forschungsprojekt mit dem Titel „Sprachförderung im Technikunterricht“ durchgeführt, in dem neue Methoden und Unterrichtsinhalte zum Spracherwerb im Fachunterricht erprobt werden. Gefördert wird dieses Projekt vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Im Mittelpunkt steht der Ansatz, die deutsche Sprache in Sprachlernklassen durch praktisches handwerkliches Tun zu vermitteln. 11 Studierenden des Faches Technik unterrichten an 12 Terminen (jeweils mittwochs Vormittag) die Sprachlernklasse.

Die Schülerinnen und Schüler unterschiedlichen Alters und Deutschkenntnissen wurden mit Beginn des zweiten Halbjahres zunächst in die manuelle Holzverarbeitung (Bau eines Tabletts) eingeführt. Im Februar und März steht die Fahrradreparatur (Reparatur, Lernen der Verkehrsregeln, Besuch einer Fahrradwerkstatt) im Mittelpunkt des Technikunterrichts.  Anschließend wird das Projekt vom Regionalen Umweltbildungszentrum Oldenburg weitergeführt. Dort werden die Schülerinnen und Schüler Messungen im Wald und an einem Gewässer vornehmen. Zum Abschluss des Halbjahres wird in die Metall- und Elektrotechnik eingeführt (Bau einer Taschenlampe). Die Schülerinnen und Schülern erlernen in allen Bereichen den Umgang mit Werkzeugen und Messinstrumenten sowie basale technische Kenntnisse und Fertigkeiten, die sie auf eine berufliche Ausbildung vorbereiten.

Das Besondere an diesem Projekt ist die Entwicklung einer Methode, mit der das Erlernen der Sprache durch handwerkliche Arbeit unterstützt wird. Die Sprache wird hier im allen Sinnen gelernt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten neben der Anleitung durch die Studierenden außerdem visuelle und auditive Hilfsmittel, auf die sie jederzeit unabhängig von der Lehrkraft zurückgreifen können, um die Aussprache zu erlernen, die Bedeutung von Vokabeln kennenzulernen, zu sprechen und zu schreiben. Für die Schülerinnen und Schüler, die mit Freude am Projekt teilnehmen, ist es eine motivierende Möglichkeit, über das handwerkliche Tun Erfolge zu erleben.  

Auch für die Studierenden ist es eine sehr gute Gelegenheit, die Besonderheiten des Spracherwerbs im Fachunterricht praxisnah kennenzulernen und darüber hinaus aktiv am Forschungsprozess teilzuhaben.

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