Mittendrin,​ ​statt​ ​nur​ ​dabei​ ​-​ ​Die​ ​Varusschlacht​ ​spielerisch​ ​erleben (Jg.6 in Kalkriese)

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Am 29. November 2018 fuhr der gesamte 6. Jahrgang nach Kalkriese bei Bramsche, um vor Ort die Gegebenheiten der Varusschlacht zu erfahren.

Dort angekommen wurden die fünf Klassen in die “Germanen” und in die “Römer” aufgeteilt. Die Germanen bekamen den sogenannten Fram, mit dem sie sich durch den Wald schlagen mussten, vorbei am Tingplatz und verschiedenen Ausgrabungsorten, um zu ihrem Verteidigungswall zu gelangen. Die Römer hingegen erhielten ihr Marschgepäck und einen Pilum als Angriffswaffe, den jedes Kind auf ihrem Weg durch die enge Passage einmal tragen durfte, die damals auf der einen Seite vom Moor und auf der anderen Seite vom dichten Wald begrenzt wurde. Als beide Gruppen unweigerlich aufeinandertrafen, wurde die Schlacht durch lautes Geschrei entschieden.

Berichte von vielen Funden und Ausgrabungsgegenständen schufen ein noch klareres Bild von der Schlacht, das einem bei der anschließenden Museumsführung durch die Begutachtung der Relikte deutlich vor Augen geführt wurde.

Auch der Blick vom Aussichtsturm half einem dabei, die Dimensionen des Schlachtfeldes von vor ca. 2000 Jahren zu erfassen.

Den Höhepunkt der Führung stellte allerdings der zweite Teil des Vormittages dar: hier wurden wir in einen Nachbau eines Römer- und Germanenlagers geführt, in dem die Kinder in die Kleidung der Germanen und Römer gehüllt wurden. Das schwere Marschgepäck der Römer auf den Schultern und die wenig schützende und kratzige Wollkleidung der Germanen gaben einen realistischen Eindruck, wie die Menschen sich damals gefühlt haben müssen.

Auch die Kälte hat uns gezeigt, dass zur Zeit der alten Römer und Germanen das Leben für beide Seiten nicht immer leicht war. Gerade deswegen sind alle um einige Erfahrungen reicher und zufrieden nach Hause gefahren.

Melanie Onken, Jahrgangsleitung

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