Skandalfahrt? Siebter Jahrgang auf Sylt

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Vom 21.8. bis zum 25.8.2017 fuhr der 7. Jahrgang der IGS Kreyenbrück nach Sylt. Die Vorfreude auf eine der schönsten Inseln Deutschlands war groß und der erste Schock, dass wir mit 150  Schülerinnen und Schülern Zug fahren müssen, schnell überwunden. Gerade diese Fahrt im Zug wurde schnell zum großen Spaß für alle. Man war nicht so eingeengt wie in einem Bus, musste sich nicht anschnallen, man konnte herumlaufen, spielen, sich unterhalten oder auch unsere Lehrer nerven. Außerdem war der Zug auch immer pünktlich, so dass wir Sylt entspannt erreichten. Endlich auf der Insel angekommen, konnten wir in extra für uns bestellte Busse steigen und uns auf der kurzen Fahrt zur Jugendherberge bereits ein erstes Bild von Sylt machen. Viele beobachteten die schönen Landschaften und Dünen, einigen Jungs hatten es aber eher die besonderen Autos auf Sylt angetan.

Nach verzweifeltem Koffersuchen und einem kurzen Spaziergang, kamen wir dann in der Jugendherberge an. Mit großer Mühe schleppten wir unsere Koffer nach oben in die Zimmer. Wir richteten unsere Zimmer ein und gingen dann runter in die verschiedenen Esssäle. Das Essen war eigentlich ganz lecker, aber man sollte nicht den Fehler machen, die Soßenkelle zu unterschätzen, es sei denn man möchte sein T-Shirt voller Soße haben! Nach dem Essen bekamen wir vom Herbergsvater eine kleine Einweisung in die Hausregeln. Danach kamen Rettungsschwimmer der DLRG, die uns über die Badezeiten und Baderegeln aufklärten. Von den Strapazen der Anreise erholten wir uns an diesem Abend dann bei einem tollen Sonnenuntergang am Meer.

Am nächsten Tag gab es das erste Frühstück. Wir machten uns Lunchpakete für die bevorstehende Schifffahrt zu den Seehundbänken, und hatten dann noch ein bisschen Zeit auf unseren Zimmern. In der Jugendherberge wurden derweil schon fleißig Süßigkeiten, Vorräte und Andenken gekauft. Nach ungefähr einer Stunde liefen die 7a und die 7b zum Hafen. Für jemanden der gar keine Kondition hat, und fast nie spazieren geht, war das echt anstrengend. Als wir am Hafen ankamen, ging es auch schon kurz darauf aufs Schiff. Natürlich gab es an Bord auch einen Bord Shop, der an dem Tag wohl das Doppelte verdient hat. Die Seehundbänke konnte man an dem Tag leider nicht sehen, was sehr schade war. Die restlichen Klassen hatten da am nächsten Tag mehr Glück und sahen sehr viele Seehunde.

Danach konnten wir in größeren Gruppen noch zum Strand und uns in die (bitterkalten) Fluten werfen, was für alle ein tolles Erlebnis war. Am Mittwoch waren wir dann im Museum Naturgewalten. Das Museum war sehr interessant und wir informierten uns über Themen wie Gezeiten an der Nordsee, Flora und Fauna auf Sylt, Klimawandel und Tiere im und am Meer. Danach waren wir im berühmtesten Ort Sylts, in Westerland. Auf diesen Ausflug hatten sich viele sehr gefreut. Dort angekommen entdeckten wir auch viele Läden und kleine Geschäfte, wir stellten aber auch schnell fest, dass Westerland vor allem eins ist: verdammt teuer. Für eine Kugel Eis zahlten einige Schüler 2,50 Euro, für einen Döner sogar 7,50 Euro! Wenn man aber die richtigen Läden gefunden hatte, konnte man auch günstig einkaufen. Viele deckten sich in solchen Geschäften mit tollen Mitbringseln für Freunde und Familie ein.

Am Donnerstag machten wir dann gemeinsam mit allen Klassen eine Wattwanderung. Einige Mädchen stellten sich, was das Watt betraf, „ein wenig“ an, und kreischten LAUT herum, weil sie sich vor dem Schlick ekelten. Ich stellte mir dabei vor, wie sie von den Tiefen des Watts verschlungen wurden … Zurück zum Thema. Wir lernten auch bei diesem Ausflug noch viel neues über das Wattenmeer und sahen nun endlich auch lebendige Tiere wie die Krabbe oder den Wattwurm. Anschließend waren wir noch lange am Strand und konnten noch ein letztes Mal im Meer baden.

Im Anschluss mussten wir dann schon wieder unsere Koffer packen, letzte Andenken wurden gekauft. Am Abend hatten die Lehrer dann noch eine tolle Überraschung für uns vorbereitet. Zwei Aufenthaltsräume waren zu einer Disko umgebaut worden, in der wir die letzten Stunden noch alle gemeinsam feiern konnten. Am nächsten Tag hieß es dann schon wieder Abschied nehmen. Auch die Rückreise war erträglich, alle Gruppen kamen sogar früher als geplant in Oldenburg an. Als alle ihre Eltern wiedersahen, war die Freude groß.

Alles in allem kann man zusammenfassen: Unsere Jahrgangsfahrt war sicherlich keine Skandalfahrt, dafür aber ziemlich cool!

Jule Schöbel, 7a

 

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